Agri-PV

Erklärungen, Fakten und Links

Aktuelles Thema „Agri-Photovoltaik“ in Eppelheim – Nahrungsmittelanbau und Energiegewinnung auf einer gemeinsamen Fläche

• 90% der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt; 10% der Fläche unter den Trackern bleiben frei für Blühstreifen
• Ost-West-Ausrichtung der Solarpaneele vom Tracker-System, somit ganztägiger Solarertrag; bis zu 30% ertragreicher als Freiflächen-PV (ise.fraunhofer.de)
• Abstand Tracker-Reihen in Abstimmung mit Fuhrpark der Landwirte
• viele Fruchtfolgen möglich, Ausreifezeitpunkt fast gleich, Ertrag gleich hoch oder sogar höher (Testanlage Grub, Bayern)
• Konflikte nur bei hohen Arten (Mais, Hirse), bei Beregnung und hohem Pflanzenschutzbedarf
• Betriebsarten der Tracker: Sonnenstand, Feldarbeit (per App vom Landwirt steuerbar), Regenmodus, Sturm
• Chancen aus Steigerung der Biodiversität und ggf. Flächenstilllegung; Zuschüsse (B-W) für Blühstreifen (ÖR)
Vergleich: für 6 MWp müssten ca. 600 Dächer (à ca. 10 kWp) mit weit höherem Kosten- und Zeitaufwand belegt werden

Fraunhofer-Institut_Agri-PV_Chance für Landwirtschaft und Energiewende

tracker
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Das bedeutet, dass auf einer Fläche von 1 Hektar ca. 30 x soviel Strom mit einer Freiflächen-PV-Anlage erzeugt werden kann, wie mit Energiepflanzen (zB Mais und Raps) für Biogasanlagen.
Bei Agri-PV kann zwar nur ca. 50 % soviel Strom wie mit einer Freiflächen-PV-Anlage erzeugt werden, gleichzeitig bleiben aber 90 % der Ackerflächen für Agrarwirtschaft (zB für 5400 Brote) und 10 % für die Vielfalt der Natur erhalten.
2021 photovoltaik netzwerk bw landwirtschaft pv deckung
Stromgestehungskosten pro kWh (Stand Juli 2024)

13 – 23 cent/kWh bei fester Biomasse
9 – 24 cent/kWh bei Dach klein mit Batterie
6 – 12 cent/kWh bei Dach groß
5 – 12 cent/kWh bei Agri-PV
stromgestehungskosten 2021

Über eine noch zu gründende Bürger-Energiegenossenschaft könnten Eppelheimer:innen die Möglichkeit bekommen, in das Energieprojekt zu investieren und so ihren Beitrag zur Energiewende, dem Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region und zum Klimaschutz zu leisten, und die Wertschöpfung würde vor Ort bleiben.

Die Stadt Eppelheim könnte in Form von höheren Pachteinnahmen und Gewerbesteuer profitieren.